Legasthenie - LRS - was ist das eigentlich?

Legasthenie und LRS sind nicht dasselbe, auch wenn die Symptomatik dieselbe ist.
Der legasthene Mensch zeigt eine zeitweise bestehende Unaufmerksamkeit wenn er liest oder schreibt; also wenn er mit Buchstaben unmittelbar zusammentrifft.
Die differenzierten Sinneswahrnehmungen, die für das Erlernen von Lesen und Schreiben zuständig sind, sind nicht ausreichend geschärft. Wahrnehmungsfehler entstehen aus den unscharfen Sinneswahrnehmungen und der daraus folgenden Unaufmerksamkeit.

Die Legasthenie hat unter anderem biogenetische Ursachen, es sind im Menschen vorhandene, genbedingte, durch Vererbung weitergegebene Veranlagungen. Wissenschaftliche Forschungen haben erwiesen, dass durch gengesteuerte Entwicklungsprozesse die Sinneswahrnehmungen im Gehirn beeinflusst werden. Eine Legasthenie wächst sich also nicht aus, ein legasthener Mensch kann aber lernen, mit seiner Problematik zurechtzukommen. Wird eine Legasthenie nicht rechtzeitig erkannt, können zu dieser Problematik weitere Schwierigkeiten hinzukommen, die bei Kindern und Erwachsenen vorkommen können. Mögliche Persönlichkeitsmerkmale, Folgeerscheinungen, Leistungsstörungen/Verhaltensstörungen sind:

LRS (Lese-Rechtschreib-Schwäche) ist eine erworbene Problematik, die durch besondere Umstände im Leben des Kindes bedingt ist.
Eine Intelligenzminderung kann, muss aber nicht gegeben sein, so kann sie auch im Rahmen einer allgemeinen Lernstörung auftreten. Weiter ist diese Erscheinungsform nicht entwicklungsabhängig, sondern kann auch in späteren Jahren erst erkannt werden.

Berühmte Legastheniker sind:

Typische Fehler bei Legasthenie:

Lesen:

Schreiben:

Neuere Forschungen gehen davon aus, dass Legasthenie auf eine genetische Veränderung der Chromosomen 6 und 15 zurückzuführen ist. Dies führt zu einer Wahrnehmungsschwäche im auditiven, visuellen oder taktil-kinästhetischen Bereich. Das bedeutet, dass Kinder mit einer Legasthenie z.B. Schwierigkeiten haben ähnliche Buchstaben oder Zahlen zu unterscheiden (b/d, u/n, p/q etc.), die einzelnen Laute eines Wortes zu benennen (Baum - B-au-m), ähnliche Laute zu unterscheiden (p/b, k/g, d/t) und sich eine bestimmte Reihenfolge einzuprägen (Alphabet)

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