Dyskalkulie - Rechenschwäche

Dyskalkulie und Rechenschwäche sind nicht dasselbe, auch wenn die Symptomatik dieselbe ist. Der dyskalkule Mensch zeigt eine zeitweise bestehende Unaufmerksamkeit wenn er rechnet; also wenn er mit Zahlensymbolen unmittelbar zusammentrifft. Die differenzierten Sinneswahrnehmungen, die für das Erlernen von Rechnen zuständig sind, sind nicht ausreichend geschärft

Die Dyskalkulie hat unter anderem biogenetische Ursachen, es sind im Menschen vorhandene, genbedingte, durch Vererbung weitergegebene Veranlagungen.
Wissenschaftliche Forschungen haben erwiesen, dass durch gengesteuerte Entwicklungsprozesse die Sinneswahrnehmungen im Gehirn beeinflusst werden.
Eine Dyskalkulie wächst sich also nicht aus, ein dyskalkuler Mensch kann aber lernen, mit seiner Problematik zurechtzukommen.

Eine Rechenschwäche ist eine durch besondere Umstände im Leben des Kindes, die multikausal sein können, bedingte erworbene Problematik. Eine Intelligenzminderung kann, muss aber nicht gegeben sein, so kann sie auch im Rahmen einer allgemeinen Lernstörung auftreten. Weiter ist diese Erscheinungsform nicht entwicklungsabhängig, sondern kann auch in späteren Jahren erst erkannt werden.

Typische Fehler bei Dyskalkulie

Neuere Forschungen gehen davon aus, dass Dyskalkulie auf eine genetische Veränderung der Chromosomen 6 und 15 zurückzuführen ist. Dies führt zu einer Wahrnehmungsschwäche im auditiven, visuellen oder taktil-kinästhetischen Bereich. Das bedeutet, dass Kinder mit einer Dyskalkulie z.B. Schwierigkeiten haben ähnliche Zahlen zu unterscheiden (6/9, 1/7 etc.), sich eine bestimmte Reihenfolge einzuprägen (Zahlenfolge).

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